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Pflasterflächen selbst gestalten

Klinker eignen sich nicht nur als zeitloser und langlebiger Fassadenschmuck, sondern sorgen auch für die optimale Gestaltung von Wegen, Zufahrten oder Terrassen.

Die beliebten Steine aus gebranntem Ton machen dabei überall eine gute Figur - unabhängig von Farbe und Form. Pflasterklinker bestechen durch ihre hohe Festigkeit und Dichte. Der extrem widerstandsfähige Naturbaustoff trotzt Wind und Wetter. Unerlässlich für die dauerhafte Schönheit und Standsicherheit ist jedoch eine fachgerechte Verlegung. Beachtet man einfache Tipps und Tricks, lassen sich Pflasterklinker in wenigen Arbeitsschritten problemlos selbst verlegen.

  • Die Basis für eine solide Klinkerfläche bildet dabei der so genannte Unterbau. Dieser sollte aus einer standfesten, wasserdurchlässigen und frostsicheren Tragschicht bestehen, auf die anschließend eine Bettung aus Brechsand, Kies oder Split eingebracht wird. Alternativ können Pflasterklinker aber auch im Mörtelbett auf Beton usw. verlegt werden. Einzige Voraussetzung: Der Unterbau kann die Lasten aufnehmen, ist in sich eben und weist ein Gefälle von zwei bis fünf Prozent auf bzw. erhält dieses entsprechend mit dem Unterbau. Denn nur so funktioniert auch die Entwässerung.

  • Bei der Verlegung der Steine selbst gilt es, zum Schluss auf eine gute Verfüllung der Fugen zu achten. Dies ist notwendig für die entsprechende Verbundwirkung und Tragfähigkeit der Pflasterfläche.



Nach dem Einbringen einer ca. 25 cm hohen Tragschicht aus Schotter oder Kies wird diese mit einer Rüttelplatte verdichtet. Auf die Tragschicht kommt dann eine 3 bis max. 5 cm hohe Bettung aus Splitt oder Pflastersand. Die Bettung wird danach mit Hilfe einer Wasserwaage und eines Richtscheits abgezogen. Wichtig dabei ist ein für die Oberflächenentwässerung ausreichendes Gefälle (mind. 2,5 Prozent, vom Gebäude wegführend) zu berücksichtigen.

  • Es ist ratsam, bei der Verlegung des Pflasters an einer geraden Seite zu beginnen. Spannt man dazu im rechten Winkel in einem Abstand von etwa 1,50 Meter Schnüre, erhält man automatisch eine gerade Stoßfugenflucht. Für die Anfangsfuge empfiehlt sich eine Breite von etwa vier Millimetern.

  • Geschickte Handwerker verlegen dann Klinker für Klinker ohne den sandigen Untergrund zu betreten. Zwischen den Steinen wird dabei meist ein enger Fugenabstand zwischen drei und fünf Millimetern gelassen, der nach jeweils circa vier Reihen mit Brechsand ausgefüllt wird.



Um gradliniges Verlegen zu sichern, sollte das Abziehen der Bettung und das Verlegen der Pflasterklinker in Teilstücken (ca. 1,5 - 2m) erfolgen. Man beginnt an einer geraden Seite, von der aus im rechten Winkel in einem Abstand von etwa 1,5 Metern Schnüre zu spannen sind. Damit erzielt man eine gerade Stoßfugenflucht. Die Fugenbreite zwischen den Pflasterklinkern sollte etwa drei bis fünf Millimeter betragen. Nach jeweils etwa vier Reihen werden die Fugen zur Stabilisierung mit feinem Brechsand oder Splitt verfüllt. Passstücke für die Ecken bzw. Übergänge können mit Hilfe eines Winkelschleifers geschnitten werden.

  • Um eine farblich ausgewogene Fläche zu gewinnen, raten die Experten der Wienerberger Ziegelindustrie dazu, Pflasterklinker aus mehreren Paketen quer zu mischen. Passstücke lassen sich am Ende ganz einfach mit einer wassergekühlten Steinsäge oder einem Winkelschleifer herstellen. Nach dem Verlegen ist es wichtig Brechsand oder Splitt in die Fugen einzukehren, damit die Pflasterdecke ihre Verbundwirkung erhält.


Um die Verbundwirkung der Pflasterdecke zu verbessern, werden die Fugen abschließend noch einmal komplett mit feinem Brechsand oder feinem Splitt eingefegt. Dann wird die Pflasterfläche mit einem Flächenrüttler mit Gummischutz von den Rändern ausgehend zur Pflastermitte hin verdichtet. Danach wird nochmals Fugensand eingefegt und zum Schluss mit Wasser eingeschlämmt.


  • Die verfüllte Pflasterdecke muss nun nur noch verdichtet werden, am besten mit einem Flächenrüttler mit Gummischutz - bei den Rändern beginnend, sorgfältig zur Pflastermitte hin.

  • Nach dem Rütteln werden die Fugen noch durch Einkehren von Sand vollständig verfüllt. Und dann heißt es "Wasser Marsch": Denn durch die mehrmalige Benässung mit Hilfe eines Gartenschlauches wird der Fugensand eingeschlämmt.

  • Den Abschluss der fachgerechten Pflasterverlegung in Eigenregie bildet dann das Abkehren des verbleibenden Sandes. Zum Vorschein kommt eine saubere, je nach Verlegemuster kreativ verspielte oder ruhige Pflasterfläche, die durch warme natürliche Farbtöne und jahrzehntelange Haltbarkeit besticht.

(Quelle: Wienerberger)

G. W. Müller

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